Wenn der Kopf schmerzt, kann Eisenmangel die Ursache sein

Wenn Sie an Kopfschmerzen leiden, sollten Sie die Möglichkeit einer mangelnden Eisenversorgung des Körpers in Betracht ziehen. Eisen ist verantwortlich für die Bildung des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin. Dieser Proteinkomplex transportiert Sauerstoff von der Lunge durch die Blutgefäße in die einzelnen Organe. Zudem ist das Hämoglobin für den Abtransport des Kohlendioxids aus dem Blut zuständig, welches schließlich über die Lunge wieder ausgeatmet wird. Fehlt dem Körper Eisen, ist weniger Hämoglobin vorhanden und es kommt zu einem verminderten Sauerstoffgehalt im Gehirn. Die Folge: Kopfschmerzen.

Eisenmangel mit Kopfschmerzen trotz normaler Blutwerte

Um einen Eisenmangel sicher zu diagnostizieren reicht in aller Regel eine einfache Blutuntersuchung durch Ihren Hausarzt aus. Hierbei wird der Hämoglobinwert bestimmt. Der Normalwert beträgt bei Männern 8,7-11,2 mmol/l (entspricht 14-18 g/dl). Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist der Referenzwert wegen der normalen Blutverluste infolge der monatlichen Regelblutung etwas geringer und liegt bei 7,5-9,9 mmol/l (bzw. 12-16 g/dl).

Doch bereits bei einem latenten Eisenmangel mit noch im Normbereich liegenden Hämoglobinwerten kann es zu den typischen Eisenmangelsymptomen wie schneller Ermüdung, Antriebslosigkeit oder eben auch Kopfschmerzen kommen. Daher reicht für eine sichere Diagnose die Bestimmung des Hämoglobinwertes allein nicht aus. Zusätzlich sollte aus diesem Grund immer auch das Serumferritin bestimmt werden. Dieses so genannte Speicher- oder Depoteisen dient einem gleichmäßigen Aufbau von Hämoglobin und hilft dabei, eine zum Beispiel durch akute Blutverluste kurzfristig erhöhte Nachfrage sicherzustellen. Der Normalwert für Ferritin liegt bei 10-200 µg/l (Frauen) und 30-300 µg/l (Männer). Befindet sich der bei Ihnen gemessene Wert im unteren Bereich dieser Skala oder liegt er gar darunter, sind die körpereigenen Eisenspeicher aufgebraucht. Kopfschmerzen, ständige Müdigkeit und weitere typische Eisenmangelsymptome sind die Folge.

Ärztliche Diagnostik ist ratsam

Die Ursache für ständige Kopfschmerzen sollten Sie immer ärztlich abklären lassen, da sich dahinter auch ernsthafte Erkrankungen verbergen können. Treten die Beschwerden jedoch im Zusammenspiel mit weiteren typischen Symptomen wie schneller Erschöpfung, Müdigkeit, Gesichtsblässe, Schlafstörungen und Herzrasen auf, liegt der Verdacht nahe, dass die Kopfschmerzen mit einem Eisenmangel in Verbindung stehen könnten. Insbesondere bei Frauen mit starker Monatsblutung, Schwangeren, Stillenden, Heranwachsenden und Vegetariern besteht ein erhöhtes Risiko für ein Eisenmangelsyndrom. Aber auch durch Blutverluste beispielsweise nach Operationen, bei starken Hämorrhoidalbeschwerden oder auch infolge von schwachen aber permanenten Sickerblutungen vor allem im Magen-Darm-Trakt kann es zu einem Eisenmangel kommen, der die typischen Symptome auslöst und ursächlich für die Kopfschmerzen sein kann. Eine genaue Diagnostik ist daher immer ratsam, um den Ursachen des Eisenmangels auf die Spur zu kommen und diese im Idealfall rasch zu beseitigen.

Schnell wieder fit

Leider ist die Wiederherstellung eines normalen Eisenspiegels mit oral zugeführten Eisenpräparaten nicht in wenigen Tagen erledigt. Zudem haben viele Patienten mit den unangenehmen Nebenwirkungen von Eisentabletten wie Magenschmerzen, Übelkeit und vor allem Verstopfung zu kämpfen. Aus diesen Gründen bietet sich – insbesondere bei einem starken Eisenmangel mit sehr niedrigen Hämoglobin- und Ferritinwerten – die intravenöse Gabe von Eisen durch Infusionen oder Spritzen an. Auf diese Weise kann die Eisenversorgung des Körpers schnell wieder normalisiert werden. Müdigkeit, Schlafstörungen und andere Beschwerden lassen dadurch rasch nach. Und mit der Normalisierung des Eisenspiegels werden auch Ihre Kopfschmerzen seltener oder verschwinden vollständig.

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