Mittel gegen Kopfschmerzen

In Deutschland sind täglich ca. 5 % der Bevölkerung von akuten Kopfschmerzen und 70% von einer chronischen Form betroffen. Am häufigsten sind Migräne und Spannungskopfschmerzen vertreten. Experten unterscheiden mehr als 250 Formen. Eine Vielzahl diesbezüglicher pharmazeutischer Lösungen wird uns täglich in der Werbung als Mittel gegen Kopfschmerzen angeboten. Auch rezeptfreie Arzneimittel können bei langfristiger Einnahme oder falscher Dosierung zu Nebenwirkungen führen.

Medikamente als Mittel gegen Kopfschmerzen

Anhand ihrer Wirkungsweise im Körper werden primär drei Gruppen von Schmerzmitteln unterschieden. Periphere, rezeptfreie Präparate wie Acetylsalicylsäure, Novamin, Ibuprofen und Paracetamol, hemmen die Schmerzübertragung am Entstehungsort des Schmerzes und Lindern Diesen minutenschnell. Zentral wirkend blockieren z.B. Tramadol oder Tilidin die Schmerzübermittlung. Sie sind verschreibungspflichtig. Ebenso Opiate wie Morphin oder Fentanyl, welche durch ihre starke zentrale Wirkung die Schmerzwahrnehmung im Gehirn dämpfen. Da sie eine Suchtgefahr bergen, fallen sie unter das Betäubungsmittelgesetz.

Tipps und Tricks zur nichtmedikamentösen Linderung

Mittel gegen Kopfschmerzen können auch „alternativ“ sein. Trinken Sie 1-2 Gläser Mineralwasser. Oftmals fehlen Flüssigkeit und Mineralstoffe. Besonders an heißen Tagen oder wenn Alltagsstress Sie ausreichendes Trinken vergessen lässt. Pfefferminzöl, bei Spannungskopfschmerz an die Schläfen gerieben, behindert die Schmerzsignale. Bei Nasennebenhöhlenentzündung lockert eine Inhalation gestautes Sekret. Es fließt ab. Wärmezufuhr hilft bei Nackenverspannungen, bei Migräne lindert eine Eiskrawatte im Nacken die Beschwerden. Informieren Sie sich bei Ihrem Heilpraktiker über Bachblütentherapien. Am angenehmsten wirkt jedoch eine Kopfmassage im abgedunkelten Zimmer.

Die Ursachen erkennen und abklären

Kopfschmerz ist in zwei Gruppen einzuteilen. Keine bestimmte Ursache haben selbstständig auftretende, primäre bzw. idiopathische Kopfschmerzen, wie Spannungskopfschmerzen und Migräne. Begleitend oder als Folge von Krankheiten sind sekundäre bzw. symptomatische Beschwerden. Von Nasennebenhöhlenentzündungen über Bluthochdruck bis zur Hirnhautentzündung oder Tumorerkrankungen. Häufig auftretende oder in ihrer Intensität zunehmende Symptome bedürfen unbedingt der Abklärung.

Häufige Kopfschmerzen vorbeugen

Primäre Symptomatik ist häufig Folge von Alltagsstress oder seelischer Anspannung. Wichtig sind Ruhe, ausreichend Schlaf, ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung an der frischen Luft. Vermeiden Sie zu heiße Sonneneinstrahlung und kontrollieren Sie prophylaktisch ihren Blutdruck. Entspannungstechniken wie autogenes Training oder Yoga fördern Ihr inneres Wohlbefinden.

Der richtige Mittelweg

In manchen Situationen erscheint es unvermeidlich, eine Schmerztablette einzunehmen. Nicht zu häufig und sinnvoll dosiert ist das in Ordnung. Wiederkehrende Beschwerden können jedoch auch Gründe haben, die durch Mittel gegen Kopfschmerzen in ihrer Ursache nicht zu bekämpfen sind. Schmerzmittel heilen nicht. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Heilpraktiker darüber. Beide werden ein offenes Ohr für Sie haben.