Stechende Kopfschmerzen

Die Ursachen für stechende Kopfschmerzen sind vielfältig. Neben einer Migräne und Cluster Kopfschmerzen, die sich ebenfalls als stechende Schmerzen zeigen können, sind die Stechkopfschmerzen meist auf eine Gehirnhälfte bzw. die vorderen und hinteren Bereiche des Kopfes beschränkt. Welche Erkrankungen häufig mit stechenden Kopfschmerzen einhergehen und welche Abhilfen aus der Hausapotheke zu einer schnellen Linderung beitragen können, wird im folgenden Text zusammengefasst.

Stechende Kopfschmerzen: Mit Notizen der Ursache auf den Grund gehen

Meist sind es harmlose Ursachen, die den stechenden Kopfschmerz auslösen. Bei sitzender Tätigkeit kann der Schmerz von der Halswirbelsäule ausgehen. Eine Korrektur der Sitzhaltung, zusammen mit einigen entspannenden Übungen für den Nacken, kann Linderung verschaffen. Eine Entzündung an den Zahnwurzeln kann über die umliegenden Nerven ebenfalls einen stechenden Kopfschmerz auslösen. Eine Untersuchung beim Zahnarzt ist bei einseitigen stechenden Kopfschmerzen ebenfalls angeraten; eine Zahnbehandlung oder ein Antibiotikum gegen die Entzündung schafft schnell Abhilfe.

Nicht selten ist es auch der Arbeitsplatz mit einer unvorteilhaften Bestuhlung, der Klimaanlage oder einer fehlerhaften Sitzhaltung am Computer, der zunächst ein Unwohlsein und schließlich stechende Kopfschmerzen auslöst. Zusammen mit den Kopfschmerzen treten häufig weitere Begleiterscheinungen, wie Sehstörungen, Übelkeit und Schwindel auf. Kehren die Kopfschmerzen wieder, sollte Buch geführt werden: In welchen Bereichen des Kopfes sind die Schmerzen am stärksten und zu welchen Tageszeiten treten sie auf. Auch die Ernährung sollte in den Aufzeichnungen – dem sogenannten Schmerztagebuch – Berücksichtigung finden.

Oft sind gleich mehrere Ursachen verantwortlich

Manche Menschen reagieren besonders empfindlich auf Wetterumschwünge und Frauen auf die hormonellen Schwankungen im monatlichen Zyklus. Beim Beobachten und Aufzeichnen im Tagebuch kann all das als Hilfestellung zum Auffinden der Ursache und zur Behandlung der Kopfschmerzen hilfreich sein. Auch sollte die Intensität der Kopfschmerzen sowie die Dauer der Attacken in den Notizen vermerkt werden. Treten stechende Kopfschmerzen immer im selben Bereich auf, sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden. Wiederkehrende Sehstörungen und Taubheitsgefühle sind ebenfalls Gründe, umgehend einen Facharzt aufzusuchen. Ein Neurologe kann schnell Ursache und Auslöser für die stechenden Kopfschmerzen bestimmen.

Auslöser von stechenden Kopfschmerzen

  • übermäßiger Alkoholgenuss
  • Schlafstörungen
  • falsche Sitzhaltung
  • Klimaanlage, Lichtverhältnisse und Lärmbelästigung am Arbeitsplatz
  • hormonelle Schwankungen
  • Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich
  • Zahnentzündungen
  • Flüssigkeitsmangel
  • Unverträglichkeiten bei Lebensmitteln
  • Unverträglichkeiten von Medikamenten
  • nicht ausreichende Sauerstoffversorgung
  • genetische Veranlagung (Migräne)
  • eine Hirnblutung, wenn Kopfschmerzen bei sportlicher oder sexueller Aktivität auftreten
  • eine Tumorerkrankung.

Stechende Kopfschmerzen mit der Hausapotheke bekämpfen

Um sich bei den ersten Anzeichen von stechenden Kopfschmerzen Linderung zu verschaffen, muss nicht immer zu Medikamenten gegriffen werden. Zu den bewährten Gegenmaßnahmen aus der Hausapotheke zählen:

  • kalte Umschläge, die Wangen kühlen
  • ein abgedunkelter Raum (besonders bei Migräneanfällen)
  • Lärm und Stress vermeiden
  • ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen (nicht entwässernder Tee)
  • Massagen des Schulter- und Nackenbereiches
  • Yoga- und andere Entspannungsübungen, um Verspannungen im Nacken und Schulterbereich zu lösen.

Beobachten, aber schnell Handeln

Kehren stechende Kopfschmerzen wieder, sollte unverzüglich mit dem Führen des Kopfschmerztagebuches begonnen werden, das sich bei der Diagnose als äußerst hilfreich erweisen kann. Dies gilt insbesondere dann, wenn vom Arzt nicht unmittelbar organische Ursachen festgestellt werden können. Wiederkehrende und stechende Kopfschmerzen müssen nicht in Kauf genommen werden.

Auch ohne klare Ursache kann der Arzt Medikamente verschreiben, die eine Durchblutung verbessern oder das Schmerzempfinden reduzieren. Massagen und vor allem Dehn- und Entspannungsübungen für die Halswirbelsäule, die Rückenmuskulatur, den Nacken und die Schultern sorgen jedoch meist schnell für eine Verbesserung.